Makroprudenzielle Aufsicht

Die makroprudenzielle Aufsicht identifiziert und analysiert vorausschauend Risiken für die Stabilität des österreichischen Finanzsystems. Hierfür wurde 2014 ein neues Gremium geschaffen: das Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG).

Das Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) wurde zur Stärkung der Zusammenarbeit in makroprudenziellen Fragen und zur Förderung der Finanzmarktstabilität eingerichtet. Zentrale Aufgabe des FMSG ist es, in Anlehnung an das Instrumentarium des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB) in einem transparenten Verfahren den auf Grund der laufenden Überwachung der Finanzmarktstabilität durch die OeNB identifizierten Gefahren mit Empfehlungen an die FMA und Risikohinweisen entgegenzuwirken.

Dabei wird die institutionalisierte Verzahnung der laufenden makroprudenziellen Überwachung durch die OeNB mit den Aufsichtsagenden der FMA und dem für den Regulierungsrahmen zuständigen Bundesministerium für Finanzen (BMF) gewährleistet.

Die Einbindung von Mitgliedern des Fiskalrates stellt die Berücksichtigung der allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der Ziele nachhaltiger öffentlicher Haushalte sicher.

Die OeNB ist gem. § 44c NBG unter anderem für die Analyse der makroprudenziellen Risiken sowie den Entwurf von Empfehlungen und Risikowarnungen des FMSG zuständig. Sie stellt zudem das Sekretariat des FMSG.

Das FMSG tagt mindestens viermal im Kalenderjahr, bei Bedarf öfter. Die erste Sitzung des FMSG fand im September 2014 statt.

Das FMSG besteht aus jeweils zwei Vertretern des BMF (Mag. Lejsek, Dr. Katterl) und des Fiskalrates (Univ.-Prof. Dr. Felderer; Dr. Springler) sowie je einem Vertreter der OeNB (HVG Mag. Ittner) sowie der FMA (Vorstand Mag. Kumpfmüller). Den Vorsitz führt das BMF.