Diskontsatz

Was ist der Diskontsatz?


Im Rahmen des Diskontgeschäftes (auch Rediskont-, Eskont- oder Reeskontgeschäft) kaufte die OeNB bis 1998 von den Kreditinstituten noch nicht fällige Warenwechsel unter Abzug des Diskonts, das sind Zinsen für die Zeit vom Ankauf bis zur Fälligkeit der Forderung (Diskontierung). Der Zinssatz, der den Diskontgeschäften der OeNB zu Grunde lag, wurde vom Generalrat der OeNB festgesetzt und hieß Diskontsatz oder Bankrate.

Da das Diskontgeschäft das über mehrere Jahrzehnte wichtigste geldpolitische Instrument der OeNB war, hatte dieser Zinssatz eine Leitzinsfunktion.

Der Diskontsatz markierte auf dem österreichischen Geldmarkt im Allgemeinen die Untergrenze des Zinsniveaus.

Seit dem 1.1.1999 steht der Diskontsatz nicht mehr zur Verfügung; er wurde durch den Basiszinssatz ersetzt. 



Warum wurde der Diskontsatz durch den Basiszinssatz abgelöst?

Mit der Errichtung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) war auch der Ersatz der geldpolitischen Instrumente der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) durch jene des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) verbunden. So steht seit dem 1.1.1999 der …


Was ist der Basiszinssatz?

Das 1. Euro-Justiz-Begleitgesetz (BGBl. I Nr. 125/1998) sieht mit 1. Jänner 1999 den Ersatz des Diskontsatzes der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) durch den Basiszinssatz vor, soweit der Diskontsatz in Bundesgesetzen, Verordnungen oder Vereinbarungen …


Ermittlung des Basiszinssatzes

Mit Beschluss des EZB-Rates vom 4.11.1999 wurde der Zinssatz für die Einlagefazilität um 0,5 Prozentpunkte erhöht, nämlich von 1,50% auf 2,00%. Da somit der Schwellenwert von mindestens 0,5 Prozentpunkten erreicht wurde, wurde der Basiszinssatz von …