Presseaussendung


Falschgeld europaweit auf dem Rückzug

Falschgeldstatistik für das 1. Halbjahr 2012

16. 7. 2012

Innerhalb des Euroraums sinkt das Fälschungsaufkommen weiterhin. In der ersten Hälfte des heurigen Jahres wurden insgesamt 251.000 Euro-Fälschungen aus dem Umlauf sichergestellt. In Österreich traten im selben Zeitraum 2.951 Stück auf. Europaweit beträgt der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 15,2 %. Das österreichische Fälschungsaufkommen weist ein leichtes Plus von 294 Stück auf, bleibt aber im Vergleich zum geschätzten österreichischen Banknotenumlauf von 500 Mio. Stück sehr gering.

 

Europaweit zeichnen die Kategorien EUR 50, EUR 20 und EUR 100 für insgesamt 94 % des Fälschungsaufkommens verantwortlich. In Österreich bietet sich ein ähnliches Bild. Hier bestehen 89 % aller Fälschungen aus EUR 50, EUR 100 und EUR 20. Am häufigsten traten gefälschte Euro-Banknoten in Wien (24,8 %) und Tirol (23 %) auf. Insgesamt beträgt die in Österreich verursachte Schadenssumme EUR 202.310 (+ 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr).

 

Trotz des leichten Anstiegs bleibt Österreich eines der Länder mit dem geringsten Fälschungsaufkommen im Euroraum. Der heimische Anteil an den gesamteuropäischen Fälschungen liegt bei 1,2 %. Um diesen Wert möglichst gering zu halten, kooperiert die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erfolgreich mit dem Bundeskriminalamt und setzt zahlreiche Informationsinitiativen für die österreichische Bevölkerung.

 

Das einfache Prüfprinzip FÜHLEN – SEHEN – KIPPEN ermöglicht das Erkennen echter Banknoten ohne technische Hilfsmittel und schützt so vor Fälschungen. Kostenlose OeNB-Schulungen zeigen, wie es funktioniert. Auch bei der 11. Euro-Info-Tour können sich die Besucherinnen und Besucher im Sommer wieder österreichweit zu Euro-Experten machen lassen. Begleitend dazu gibt es abermals ein spezielles Informationsservice für Handelsangestellte. Direkt an ihrem Arbeitsplatz erfahren sie, wie einfach und effektiv sie sich und damit auch ihre Kunden vor Fälschungen schützen können. Informationen dazu finden Sie unter www.oenb.at/euro-bus.



Rückfragehinweis:

Dr. Christian Gutlederer 

Pressesprecher

Tel.: (+43-1) 404 20-6609