Vereinbarung zur wechselkurspolitischen Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Euroraums und den EU-Mitgliedstaaten, die den Euro einführen wollen; konkret die Festlegung eines Leitkurses zum Euro und des zulässigen Schwankungsbereichs der jeweiligen Landeswährungen zu diesem Leitkurs. Maximal dürfen die Kurse um ±15% gegenüber dem Leitkurs schwanken, es können aber auch engere Schwankungsbreiten festgelegt werden. Auf diese Weise soll eine stabilitätsorientierte Wirtschaftspolitik unterstützt und eine spätere Einführung des Euro in diesen Ländern erleichtert werden. Die Stabilität des Wechselkurses ist – neben der Preisstabilität, der Stabilität der öffentlichen Finanzen und der Stabilität des langfristigen Zinssatzes – Bestandteil der sogenannten Konvergenzkriterien.
Glossar
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Wechselkursmechanismus ll (WKM ll)
Wiener Börse Aktiengesellschaft (WBAG)
Die Wiener Wertpapierbörse ist eine der ältesten Börsen der Welt und wurde 1771 von Kaiserin Maria Theresia gegründet. 1997 wurde der Wertpapiermarkt der Wiener Börsekammer mit dem Terminmarkt der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) zur neuen Wiener Börse AG verschmolzen. Die Wiener Börse ist eine Spezialbörse, die sich auf österreichische sowie zentral- und osteuropäische Veranlagungsformen spezialisiert hat. Link: www.wienerboerse.at
Wiener Börse Index (WBI)
Der WBI enthält alle österreichischen Aktien, die im amtlichen Handel und im geregelten Freiverkehr der Wiener Börse notieren. Er spiegelt als Gesamtmarktindex die Entwicklung des österreichischen Aktienmarktes wider. Die einzelnen Aktien sind entsprechend ihrer Marktkapitalisierung unterschiedlich gewichtet. Die Berechnung erfolgt einmal pro Tag nach Börseschluss. Der WBI wird in seiner bestehenden Form seit Jahresbeginn 1968 berechnet.
Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw)
1973 gegründetes, unabhängiges Wiener Forschungsinstitut, das sich auf die Region Zentral-, Ost- und Südosteuropa spezialisiert hat. Link: www.wiiw.ac.at.
WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung)
Erstellt wie das IHS und die OeNB regelmäßig Prognosen und wirtschaftswissenschaftliche Analysen. Link: http://www.wifo.ac.at/
Wirtschafts- und Finanzausschuss (WFA)
Dieses Gremium wurde mit Beginn der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) per 1. Januar 1999 durch Art. 114 EG-Vertrag anstelle des Währungsausschusses eingesetzt. Der WFA setzt sich aus jeweils zwei Vertretern jedes Mitgliedstaates (normalerweise des Finanzministeriums und der Zentralbank), zwei Vertretern der EZB und zwei Vertretern der Europäischen Kommission zusammen. Aufgaben des WFA sind vorrangig Berichts- und Beratungspflichten gegenüber dem Rat und der Kommission.
Wirtschafts- und Währungsunion (WWU)
Prozess der Harmonisierung der Wirtschafts- und Währungspolitik der EU-Mitgliedstaaten, der letztlich mit der Einführung des Euro als gemeinsame Währung die logische Vollendung des Anfang 1993 verwirklichten EU-Binnenmarktes darstellte. Wie im Vertrag von Maastricht 1993 vertraglich fixiert, wurde die WWU in einem dreistufigen Prozess ab 1990 geschaffen: In Stufe I (1. Juli 1990 bis 31. Dezember 1993) erfolgte die Liberalisierung des Kapitalverkehrs zwischen den EU-Mitgliedstaaten (bis Ende 1991, Österreich: 4. November 1991), eine engere wirtschaftspolitische Abstimmung der Regierungen und eine verstärkte Zusammenarbeit der Zentralbanken. Stufe II (1. Januar 1994 bis 31. Dezember 1998) beinhaltete die Überprüfung der Konvergenz der Wirtschafts- und Währungspolitiken der EU-Staaten (Konvergenzkriterien, Ziele: Preisstabilität und Vermeidung übermäßiger öffentlicher Defizite), die Errichtung des Europäischen Währungsinstituts (EWI) 1. Januar 1994 und der EZB 1. Juni 1998. In Stufe III (seit 1. Januar 1999) startete die WWU; diese Stufe umfasste die unwiderrufliche Festlegung der Wechselkurse, die Einführung der einheitlichen Währung an den Devisenmärkten und im elektronischen Zahlungsverkehr, die Einführung des Euro-Bargelds in zunächst 11 Mitgliedstaaten und die einheitliche Geld- und Währungspolitik durch die EZB. Dem Euroraum gehören inzwischen 16 EU-Mitgliedstaaten an (Stand 1. Januar 2009).
WTO (World Trade Organization, Welthandelsorganisation)
Die in Genf (Schweiz) angesiedelte WTO engagiert sich in erster Linie für die Liberalisierung und Koordinierung des internationalen Handels. Mit der Gründung der WTO am 1. Januar 1995 wurde der GATT-Dialog institutionalisiert. Darüber hinaus decken die WTO-Vereinbarungen auch den Handel in Dienstleistungen und intellektuellem Eigentum ab (General Agreement on Trade in Services – GATS, Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights – TRIPS). Die zweite Hauptaufgabe der WTO liegt in der Durchführung von Streitbeilegungsverfahren bei einem Rechtsbruch. Link: http://www.wto.org/
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