Die Verwendung von unterschiedlichen Ansätzen zur Bestimmung des Eigenmittelerfordernisses in definierten Teilbereichen einer Bank, wenn eine einheitliche Umsetzung nicht oder noch nicht sinnvoll möglich ist (z. B. beim Kreditrisiko Beibehaltung des Standardansatzes für bestimmte Forderungen trotz grundsätzlicher Anwendung eines IRB-Ansatzes). Zu unterscheiden ist zwischen einer temporären und einer dauerhaften Anwendung der „Partial Use“-Option.
Glossar
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Partial Use
Partizipationskapital
Partizipationsscheine
Passiva
Pensionskasse
Performance
Personalisierung von Zahlungsk...
Pfandbrief
Philharmoniker
PIN (Personal Identification N...
Partial Use
Partizipationskapital
Partizipationskapital ist Bestandteil der Eigenmittel eines Kreditinstitutes. Es wird, unter Verzicht auf das ordentliche und außerordentliche Kündigungsrecht, auf Unternehmensdauer zur Verfügung gestellt. Dividendenzahlungen an die Kapitalgeber sind abhängig vom Ergebnis eines Geschäftsjahres (nach Rücklagenbewegung). Es kann zwischen Partizipationskapital mit und ohne Dividendennachzahlungsverpflichtung unterschieden werden. Jenes ohne Dividendennachzahlungsverpflichtung kann dem Kernkapital (siehe auch: Kernkapitalquote) unbegrenzt angerechnet werden. Partizipationskapital nimmt bis zur vollen Höhe am Verlust teil und darf im Falle einer Liquidation des Kreditinstitutes erst nach Befriedigung oder Sicherstellung aller anderen Gläubiger zurückgezahlt werden.
Partizipationsscheine
Inhaberpapiere, durch die der Anleger am Vermögen und am Geschäftserfolg eines Unternehmens beteiligt ist. Sie sind der Vorzugsaktie sehr ähnlich, da ihren Inhabern bestimmte Rechte von Aktionären zustehen.
Passiva
Gegenposten in der Bilanz zu den Aktiva. Anhand der Aufstellung zeigt sich, in welchem Verhältnis die Aktiva durch Eigenkapital und durch Fremdkapital finanziert sind. Auf der rechten Seite der Bilanz ausgewiesen.
Pensionskasse
Eine Aktiengesellschaft, die in einer oder mehreren Veranlagungs- und Risikogemeinschaften Pensionsbeiträge veranlagt und Pensionsvermögen für Anwartschaft- und Leistungsberechtigte gegen Gebühren (Verwaltungskosten von BV-Kassen) verwaltet. Die gesetzlichen Grundlagen für die Tätigkeit der Pensionskassen in Österreich sind das Pensionskassengesetz und das Betriebspensionsgesetz. Eine Veranlagungs- und Risikogemeinschaft ist eine in der Pensionskasse gebildete Gruppe von Berechtigten, in der das Kapital für alle in der gleichen Form angelegt wird.
Performance
Wertentwicklung einer Vermögensanlage (z. B. eines Portfolios, eines Investmentfonds oder einer einzelnen Aktie), meist auf einen bestimmten Zeitraum bezogen und in Prozent ausgedrückt.
Personalisierung von Zahlungskarten
Man unterscheidet zwischen optischer und elektronischer Personalisierung von Zahlungskarten. Die optische Personalisierung umfasst die Beschriftung der Zahlungskarte mit Kundendaten (z. B. Name des Kunden, Bankleitzahl, Konto- oder Kreditkartennummer) mittels verschiedener Verfahren (z. B. Laser, Hochprägung oder Thermosublimation). Bei der elektronischen Personalisierung werden die erforderlichen Programme und persönlichen Daten auf den Magnetstreifen und den Chip der Karte geladen.
Pfandbrief
Ein Pfandbrief ist eine Anleihe, die in der Regel von einer Pfandbriefbank emittiert wird. Pfandbriefe unterscheidet von anderen Anleihen insbesondere das Merkmal, dass der Gläubiger im Insolvenzfall abgesichert ist (z. B. im Fall von Immobilien-Pfandbriefen durch die zugrundeliegenden Immobilien).
Philharmoniker
Der „Wiener Philharmoniker“ ist die österreichische Bullionmünzen und zugleich eine der beliebtesten Goldbullionmünzen der Welt. Sie hat einen Edelmetallgehalt („Feingehalt“) von 999,9 und ist damit aus purem Gold. Der Wiener Philharmoniker – dessen Wert sich nach dem Goldkurs richtet – ist zu folgenden
Nennwerten erhältlich: 100.000 € (1.000 Unzen), 100 € (1 Unze), 50 € (1/2 Unze), 25 € (1/4 Unze), 10 € (1/10 Unze). Seit dem Jahr 2008 gibt es auch „Silberne Philharmoniker“ (Feingehalt 999) mit einem Nennwert von 1,50 € (1 Unze) zu kaufen.
PIN (Personal Identification Number)
Persönliche Kennzahl, mit der z. B. Zahlungskarten vor unbefugter Benutzung geschützt werden.
Portfolio (Portefeuille)
Die Gesamtheit jener Finanzinstrumente, in denen ein Finanzmarktakteur (Haushalt, Unternehmen, Bank etc.) veranlagt ist.
Portfolioinvestitionen
Im Rahmen der Zahlungsbilanz erfasste Anteilspapiere, langfristig verzinsliche Wertpapiere und Geldmarktpapiere. Dabei sind ausschließlich grenzüberschreitende Wertpapiergeschäfte relevant, d. h. ausländische Wertpapiere, die Österreicher erwerben, und österreichische Wertpapiere, die ausländische Investoren erwerben.
Potenzielle EU-Kandidatenländer (Potenzielle Kandidatenländer, Potenzielle EU-Beitrittskandidatenländer)
Als potenzielle Beitrittskandidaten zur EU gelten formal Länder, mit denen die EU im Sinne der Erklärung des Europäischen Rats von Thessaloniki vom Juni 2003 eine progressive Partnerschaft anstrebt, um die Stabilisierung der Region und in absehbarer Zeit die Einrichtung einer Freihandelszone zu unterstützen. Potenzielle Kandidatenländer per 1. Januar 2009 sind Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien und der Kosovo. Die Heranführungsstrategie zur EU umfasst diverse Rahmenabkommen und Mechanismen (Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess – SAP). Jene Länder, die am SAP teilnehmen, sind zur EU-Mitgliedschaft berechtigt und können einen Beitrittsantrag stellen, sobald die Beitrittskriterien erfüllt sind.
Prägestempel
Werkzeug zum Prägen der Vorder- und Rückseite einer Münze.
Präklusivtermin (Präklusion)
Der Präklusivtermin gibt an, wie lange nicht mehr gültige Banknoten an den Kassen der betreffenden Zentralbank noch gegen gesetzliche Zahlungsmittel umgetauscht werden können. Für alle Schilling-Banknoten, die vor dem 1. Jänner 1999 durch eine neue Serie ersetzt wurden, beträgt diese Frist 20 Jahre. Alle zum Zeitpunkt der € -Einführung gültigen Schilling-Banknoten können unbefristet bei der OeNB umgetauscht werden.
Preisindex
Um einen Preisindex zu ermitteln werden Preise von Gütern und Dienstleistungen laufend (meist monatlich) aufgezeichnet. Die Einzelpreise werden mit ihrem Anteil in einem repräsentativen Warenkorb multipliziert („gewichtet“) und aufaddiert. Um die effektive Preisänderung über die Zeit berechnen zu können, werden die definierten Gewichte über einen längeren Zeitraum konstant gehalten. Preisindizes wie der Verbraucherpreisindex (VPI) oder der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) sind die Basis für die Berechnung der Inflationsrate.
Preisnotierung
Eine der beiden Möglichkeiten den nominalen Wechselkurs auszudrücken. Die Preisnotierung gibt den Preis einer Einheit der ausländischen Währung (z. B. US-Dollar) in Einheiten der inländischen Währung (z. B. Euro) an, d. h. 1 USD = x EUR. Dies ist die in den USA und den Nicht-Euroraum-Ländern übliche Notierung. Das Gegenteil ist die Mengennotierung (1 EUR = x USD).
Preisstabilität
Preisstabilität ist gegeben, wenn sich das gesamtwirtschaftliche Preisniveau gar nicht oder nur wenig ändert. Die Gewährleistung der Preisstabilität ist das vorrangige Ziel des Eurosystems, wobei Preisstabilität als ein Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für das Euro-Währungsgebiet von unter, aber nahe 2% gegenüber dem Vorjahr definiert ist. Dieses Ziel ist mittelfristig zu erreichen. Während sowohl hohe Inflation als auch Deflation mit erheblichen volkswirtschaftlichen Kosten verbunden sind, schafft Preisstabilität die besten Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und einen hohen Beschäftigungsstand.
Primärhändler (Primary Dealer)
In den USA:Von der Federal Reserve ermächtigte Banken bzw. Händler, die in der Lage sind, direkt an den Offenmarktgeschäften der Fed teilzunehmen, und dies auch tun müssen. Primärhändler müssen bestimmte Qualitätskriterien (etwa hinsichtlich Liquidität oder Eigenkapital) erfüllen und konkurrieren als Bieter bei den Wertpapierauktionen der Fed. Sie fungieren auf dem US-Staatsanleihenmarkt als Mittler zwischen der Fed und ihren Kunden (darunter ausländische Banken und Institutionen).
In Österreich: Am Auktionsverfahren für österreichische Bundesanleihen direkt teilnahmeberechtigte Banken.
Primärmarkt
Markt für die erstmalige Ausgabe von Wertpapieren und deren Verkauf an Investoren. Wird auch als Emissionsmarkt bezeichnet.
Privater Konsum
Ausgaben der privaten Haushalte (sowie selbständiger Einzelunternehmungen) für den Endverbrauch von Gütern und Dienstleistungen im Inland. Gemeinsam mit dem öffentlichen Konsum, den Bruttoinvestitionen und dem Außenhandel ist er Teil der Verwendungsrechnung in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.
Probability of Event
Eintrittswahrscheinlichkeit eines Verlustereignisses, welches dem operationellen Risiko zuzuordnen ist.
Produktionspotenzial
Bezeichnet die gesamtwirtschaftliche Produktion, die bei Ausnutzung aller Produktionsfaktoren (z. B. Arbeit, Kapital) erreichbar wäre. Ein Vergleich des Produktionspotenzials mit den tatsächlich produzierten Gütern und Dienstleistungen (Bruttoinlandsprodukt) lässt erkennen, inwieweit die Produktionskapazitäten ausgelastet sind (siehe Produktionslücke), und gibt damit Aufschluss über die konjunkturelle Situation eines Landes.
Prognose
Prognosen sind Vorhersagen, die auf Basis von ökonometrischen Modellen und empirischen Beobachtungen gemacht werden. Die OeNB veröffentlicht zweimal im Jahr (im Juni und Dezember) eine gesamtwirtschaftliche Prognose für Österreich.
Prospekt (Emissionsprospekt, Zeichnungsprospekt)
Veröffentlichung der wichtigsten Angaben über den Emittenten und über die geplante Emission. Dadurch soll dem Anleger ermöglicht werden, sich über die mit dem Wertpapier verbundenen Rechte sowie über die Vermögens- und Ertragslage bzw. Zukunftsaussichten des Emittenten zu informieren.
Provisionsgeschäft
Bezeichnung für Bankgeschäfte, bei denen der Ertrag ausschließlich aus in Rechnung gestellten Provisionen resultiert (zinsunabhängige Geschäfte, wie z. B. Zahlungsverkehrsgeschäfte, Außenhandelsgeschäfte, Wertpapierkommissionsgeschäfte).
Prozent/Prozentpunkt
Prozentpunkte beschreiben die Differenz zweier in Prozent ausgedrückter Zahlen: Wenn das Wirtschaftswachstum von 2% auf 3% steigt, dann hat es sich um einen Prozentpunkt erhöht. Prozentangaben beziehen sich hingegen immer auf einen Grundwert: Wenn das Wirtschaftswachstum um 1% gestiegen ist dann liegt es jetzt bei 2 + 0,02 = 2,02%.
Publikumsfonds
Fonds, die von natürlichen Personen und institutionellen Investoren erworben werden können.
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