Glossar

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Margin Payments (Margin Call)

Einschussleistungen von Kunden für Derivativen-Kontrakte, die eine Barmittel-Sicherheitsleistung zur Absicherung des Kreditrisikos darstellen, aber Eigentum des Einlegers bleiben und an diesen bei Liquidation des Vertrages zurückzuzahlen sind.


Marginaler Zinssatz

Zinssatz, bei dem das gewünschte Zuteilungsvolumen beim Zinstenderverfahren (Zinstender) erreicht wird.


Marktdisziplin (market discipline)

Bezeichnung für die 3. Säule von Basel II, die Vorschriften zur Offenlegung seitens der Banken beinhaltet. 


Marktkapitalisierung

Spiegelt den aktuellen Börsenwert einer börsennotierten Firma wider. Sie ergibt sich aus der Multiplikation von aktuellem Aktienkurs und der gesamten Aktienanzahl. Dadurch unterliegt die Marktkapitalisierung ständigen Veränderungen.

 


Marktrisiko

Gefahr der Wertminderung von Finanzinstrumenten aufgrund von allgemeinen Schwankungen von Marktrisikofaktoren wie Zinssätzen, Aktienkursen, Wechselkursen oder Warenpreisen.


Memorandum of Understanding (MOU)

Im Verhandlungsprozess abgegebene Absichtserklärung, in der Folge einen Vertrag abschließen zu wollen, insbesondere dann, wenn die Vertragsverhandlungen lange andauern oder viele potenzielle Vertragspartner vorhanden sind. Charakteristisch ist, dass die wesentlichen Vertragsinhalte noch nicht feststehen und die Parteien nur ihren Willen bekunden, ernsthafte Vertragsverhandlungen durchzuführen. Eine Verpflichtung zum nachfolgenden Vertragsabschluss wird durch die Unterzeichnung eines MOU nicht begründet. Ein MOU wird in der Regel von allen potenziellen Vertragspartnern unterfertigt.


Mengennotierung

Eine der beiden Möglichkeiten den nominalen Wechselkurs auszudrücken. Die Mengennotierung gibt den Preis einer Einheit der inländischen Währung (z. B. Euro) in Einheiten der ausländischen Währung (z. B. US-Dollar) an, d. h. 1 EUR = x USD. Die EZB stellt den Wechselkurs des Euro immer auf diese Weise dar; das Gegenteil ist die Preisnotierung (x EUR = 1 USD).


MiFID (Market in Financial Instruments Directive)

Richtlinie der EU zur Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt. Ziele sind mehr Transparenz und ein verbesserter Anlegerschutz sowie die Stimulierung des Wettbewerbs.


Mikroschriften

Sicherheitsmerkmal auf Banknoten. An einigen Stellen der Banknote sind winzige Schriftzeichen erkennbar. Die auf € -Banknoten 0,2 mm große Mikroschrift erscheint bei der Betrachtung mit bloßem Auge als dünne Linie. Erst mit einer Lupe kann man Buchstaben erkennen. 


Mikrowarenkorb

Misst die Preisentwicklung der Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs, die mitunter erheblich von der allgemeinen Preisentwicklung abweichen kann. Das Inflationsempfinden der Bevölkerung wird mit diesem Warenkorb besser reflektiert als durch den VPI-Warenkorb. Im Mikrowarenkorb von STATISTIK AUSTRIA sind etwa 20 Güter erfasst.


Mindestkapitalanforderungen

Erste Säule von Basel II (neben dem bankaufsichtlichen Überprüfungsprozess = Säule 2 und der Marktdisziplin = Säule 3; engl. Minimum Regulatory Capital), in der festgelegt wird, wie viel Eigenmittel für die Kategorien Kreditrisiko, Marktrisiko und operationelles Risiko gehalten werden müssen. Siehe auch: Eigenmittelunterlegung


Mindestreserven

Guthaben, die Banken bei der Zentralbank (gegen Zinsen) verpflichtend halten müssen.Über die Höhe des Mindestreservesatzes beeinflusst die Zentralbank indirekt die Geldmarktzinsen und ermöglicht der EZB aktive Geldpolitik zu betreiben: Es dient in erster Linie dazu, die Geldmarktzinsen zu stabilisieren und eine strukturelle Liquiditätsknappheit herbeizuführen (oder zu vergrößern). Die Guthaben sind bei derjenigen Zentralbank zu halten, in deren Wirkungsbereich die jeweilige Niederlassung des Kreditinstitutes liegt. Die österreichischen Kreditinstitute unterliegen einer Mindestreserveverpflichtung: Für kurz- und mittelfristige Einlagen sowie eigene Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren ist eine Mindestreserve von derzeit 2% bei der OeNB zu halten. Für die Überwachung der Einhaltung der Mindestreserven ist ebenfalls die jeweilige Zentralbank zuständig, etwaige Pönalisierungen nimmt die EZB jedoch selbst vor. Im Euroraum müssen die Mindestreserven nicht täglich, sondern im Durchschnitt über die Mindestreserveerfüllungsperiode erfüllt werden.Die Banken können die Mindestreserveguthaben somit auch als Arbeitsguthaben für ihren laufenden Zahlungsverkehr nutzen.


Miniwarenkorb

Misst die Preisentwicklung von wöchentlich gekauften Gütern und Dienstleistungen, die mitunter erheblich von der allgemeinen Preisentwicklung abweichen kann. Das Inflationsempfinden der Bevölkerung wird mit diesem Warenkorb besser reflektiert als durch den VPI-Warenkorb. Im Miniwarenkorb von STATISTIK AUSTRIA sind etwa 55 Güter erfasst.


Mitarbeiter-Vorsorgekasse (MV-Kasse)

Vorgängermodell der Betrieblichen Vorsorgekasse, das von 2003 bis 2008 im Einsatz war. Die MV-Kasse war nur für Arbeitnehmer konzipiert, die 2008 eingeführte Betriebliche Vorsorgekasse steht hingegen auch Selbständigen offen.


Modified Duration

Ist eine Sensitivitätskennzahl. Sie sagt aus, um wie viel Prozent der Anleihe- oder Rentenfondspreis steigt, wenn der Marktzins um ein Prozent fällt, bzw. um wie viel der Anleihe- oder Rentenfondspreis fällt, wenn der Marktzins um ein Prozent steigt.


Monetäres Finanzinstitut (MFI)

Finanzinstitut, das Einlagen entgegennimmt, die nach der statistischen Abgrenzung der EZB zur Geldmenge zählen, und das Kredite gewährt und/oder in Wertpapiere investiert.


Mortgage-Backed Securities (MBS)

Gepoolte, verbriefte, hypothekarisch besicherte Forderungen; eine Form des Risikotransfers von Kredit- oder anderen Forderungen.


mündelsicher

Als mündelsicher werden Wertpapiere bezeichnet, die zur Anlegung von Mündelgeldern zugelassen sind, d. h. als besonders sicher eingestuft werden.


Münze Österreich Aktiengesellschaft

Österreichisches Unternehmen, das mit der Prägung, Inverkehrsetzung und dem Verkauf von Produkten aus edlen und unedlen Metallen befasst ist. Eigentümerin ist zu 100% die Oesterreichische Nationalbank (OeNB), die die von der Münze Österreich geprägten Scheidemünzen auch in Umlauf bringt. Die vollständige Firmenbezeichnung lautet Münze Österreich Aktiengesellschaft, kurz MÖAG. Link: http://www.austrian-mint.com/


Münzen

Metallgeld mit genau festgelegtem Gewicht, Metallgehalt („Feingehalt“) und Nennwert. In Österreich gelten € – und Cent-Münzen seit 1. Jänner 2002 als gesetzliches Zahlungsmittel; sie werden von der Münze Österreich geprägt und von der OeNB in Umlauf gesetzt.


Münzregal

Das Münzregal bezeichnet das Recht, Münzen, deren Nennwert nicht dem Metallwert entspricht, zu prägen und als gesetzliches Zahlungsmittel auszugeben.