Wert der laut Notenbankbilanz insgesamt zirkulierenden Banknoten. In der OeNB-Bilanz entsprach diese Position zu Schilling-Zeiten der tatsächlichen Differenz zwischen ausgegebenen und rückgelieferten Banknoten („logistischer Banknotenumlauf“). Seit der Einführung des Euro wird der OeNB ein fixer Anteil am Banknotenumlauf des Euroraums zugerechnet. Dieser Anteil entspricht prozentmäßig ihrem Kapitalanteil an der EZB, wird allerdings nur auf Basis von 92% des gesamten Banknotenumlaufs berechnet (weil 8% für die EZB abzuziehen sind). Differenzen zwischen diesem rechnerisch ermittelten OeNB-Anteil und ihrem logistischen Banknotenumlauf werden in der Bilanz über verzinsliche Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber dem Rest des Eurosystems ausgeglichen.
Glossar
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Banknotenumlauf
Direktorium der OeNB
Vierköpfiges Leitungsgremium, das die Verantwortung für den gesamten Dienstbetrieb und die Geschäftsführung der OeNB trägt.
Jubiläumsfonds
OeNB-Fonds zur Förderung der Forschung- und Lehraufgaben der Wissenschaft. Seit seiner Gründung im Jahr 1966 bis einschließlich 2008 hat die OeNB fast 9.000 Projekte (sowohl im Rahmen der Grundlagenforschung als auch der angewandten Forschung) mit über 700 Mio EUR aus Jubiläumsfondsmitteln gefördert.
Nationalbankgesetz 1984 (NBG)
Das „Bundesgesetz über die Oesterreichische Nationalbank“ regelt die Rechtsstellung, die Organstruktur und die Aufgaben der OeNB. Es basiert auf einem Gesetz aus dem Jahr 1955, das 1984 inklusive Novellierungen wieder verlautbart und seither mehrfach novelliert wurde. Wichtig war vor allem die NBG-Novelle 1998 aus Anlass der Einführung des Euro ab 1. Jänner 1999 (Anpassung des österreichischen Notenbankrechts an die gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben). Zuletzt wurde mit der NBG-Novelle 2011, die mit 1. August 2011 in Kraft trat, insbesondere dem Umstand Rechnung getragen, dass der Bund seit Jahresmitte 2010 im Besitz von 100% OeNB-Aktien steht.
Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (FTE-Nationalstiftung)
Mit den Veranlagungserträgen dieser 2003 eingerichteten und großzügig dotierten OeNB-Stiftung werden insbesondere langfristig verwertbare, interdisziplinäre Forschungsmaßnahmen gefördert. Link:http://www.stiftung-fte.at/Satellite.aspx?35=27
Oesterreichische Nationalbank (OeNB)
Die OeNB ist die Zentralbank der Republik Österreich und als solche auch integraler Bestandteil des Eurosystems und des ESZB. In dieser Funktion ist sie personell, finanziell und institutionell völlig unabhängig. Ihre Hauptziele sind Preisstabilität und Finanzmarktstabilität zu gewährleisten.
Währungsreserven
Kapital, das die Notenbank relativ rasch mobilisieren kann, um den Wechselkurs ihrer Währung durch entsprechende Käufe am Devisenmarkt (= durch Erhöhung der Nachfrage) zu stützen. Dazu zählen hochliquide Devisenforderungen, Goldbestände sowie die Sonderziehungsrechte und Reservepositionen der Zentralbank gegenüber dem IWF. Veränderungen im Stand der Währungsreserven werden in der so genannten Devisenbilanz abgebildet, wobei die Devisenbilanz wiederum der Differenz zwischen Leistungsbilanz und Kapitalbilanz entspricht und somit auch aus dieser Perspektive ein wichtiger Anhaltspunkt für die Notenbankpolitik ist.
Zentralbank (Notenbank)
Institution eines Staates, die die zentrale Verantwortung für die Funktionsfähigkeit des Geld- und Kreditwesens des Landes trägt und eine an gesamtwirtschaftlichen Zielen (z. B. Preisstabilität) ausgerichtete Geldpolitik betreibt. Zu den Hauptaufgaben einer Zentralbank innerhalb des Eurosystems zählen u. a. die Mitwirkung bei der Geldpolitik des Eurosystems, Versorgung der Wirtschaft und Bevölkerung mit Banknoten, die Durchführung der operativen Geldpolitik, Verwaltung der Währungsreserven, Bereitstellung von Zahlungsverkehrsystemen, Erstellung von Finanz(markt)statistiken und im Falle der OeNB die Bankenaufsicht in Österreich.
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