Arbeitsmarkt / Löhne / Beschäftigung
Warum beschäftigt sich eine Notenbank mit Arbeitsmarktfragen?
- Eines der Kernziele einer Notenbank ist die Gewährleistung von Preisstabilität. Die Lohnkosten sind gesamtwirtschaftlich gesehen die wichtigste Preisdeterminante, und Löhne bilden sich auf Arbeitsmärkten.
- Eine Grundlage für die Geldpolitik stellt die laufende Konjunkturanalyse dar. Die Arbeitsmarktdaten, vor allem die mit hoher Frequenz erscheinenden administrativen Arbeitsmarktdaten und die Tariflohndaten gehören zu den wichtigsten Konjunkturindikatoren überhaupt.
- Im Kontext einer Währungsunion ist die Flexibilität von Arbeitsmärkten im Hinblick auf makroökonomische Schocks von besonderer Bedeutung.
- Viele notwendige und von internationalen Organisationen eingeforderte strukturelle Reformen zur Erzielung höheren Wachstums sind eng mit Arbeitsmärkten verknüpft: Dazu gehören Fragen von Pensionssystemen, höhere Erwerbsquoten, demographische Probleme etc.
Gebiete von Arbeitsmarktanalysen in der OeNB
Konjunkturanalyse und makroökonomische Prognosen:
Die OeNB verwendet im Rahmen ihrer Konjunkturanalyse eine Fülle von Indikatoren zum Arbeitsmarkt, d. h. zu Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Lohnentwicklung in Österreich.
Externe Links zu Arbeitsmarktdaten / Arbeitsmarktanalyse in Österreich
Strukturelle Fragen des Arbeitsmarkts:
Viele notwendige und von internationalen Organisationen eingeforderte strukturelle Reformen sind eng mit Arbeitsmärkten verknüpft. Im Rahmen der sog. „Lissabonner Strategie“ wird eine Reihe von strukturellen Fragen im Hinblick auf das Ziel diskutiert, die europäischen Volkswirtschaften wettbewerbsfähiger und dynamischer zu machen. Abgesehen von Fragestellungen, die die Strukturpolitik und das langfristige Wirtschaftswachstum betreffen, steht eine Reihe von strukturpolitischen Aspekten in engem Zusammenhang mit Arbeitsmarktfragen:
- Erhöhung der Beschäftigungsquoten: Allgemein, insbesondere von Frauen und Älteren. Hierbei spielt die Gestaltung von Pensionssystemen eine wichtige Rolle.
- Fragen der Ausbildung sowie der ständigen Weiterbildung („Lebenslanges Lernen“).
- Demographische Probleme und Fragen der Migration.
- Frage der Gestaltung des Steuersystems im Hinblick auf Arbeitsangebots- und Arbeitsnachfrageeffekte.
- Die OeNB wirkt an der Diskussion um diese und andere Fragen im Economic Policy Committee (EPC) mit.
Links:
Europäische Union
o EPC
o Employment in Europe
o Bericht der Employment Task Force Kok-Report
o Europäisches BeschäftigungsobservatoriumOECD
o Employment Outlook
o Labour Force Statistics
o Taxing Wages
o Country Reports: Arbeitsmarktrelevante EmpfehlungenEuropean Industrial Relations Observatory
Externe Links zur Arbeitsmarktforschung
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