Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik


Die Analyse von Arbeitsmärkten ist von hoher Relevanz für Notenbanken, insbesondere in einer Währungsunion: Die Lohnkosten sind ein wesentlicher Einflussfaktor auf die gesamtwirtschaftliche Preisentwicklung. Darüber hinaus stellt die Arbeitsmarktstatistik einige zentrale Konjunkturindikatoren bereit.

Arbeitsmärkte stehen auch im Zentrum von Forderungen (etwa durch die EU-Kommission, die OECD und den IWF), die auf Strukturreformen zur Erzielung höheren Wirtschaftswachstums in längerfristiger Hinsicht abzielen (etwa die Erhöhung der Beschäftigungsquoten in der Europäischen Union). 

Strukturreformen betreffen auch den Bildungssektor (Erhöhung des Humankapitals) und die Erhöhung der Gesamtfaktorproduktivität durch Forschung und Innovation, Wissens- und Technologietransfer. Die Umsetzung und Förderung von Strukturreformen durch entsprechende Anreizstrukturen und Unterstützungsmaßnahmen sind Gegenstand intensiver wirtschaftspolitischer Diskussion auf nationaler und internationaler Ebene. (siehe Strukturpolitik und langfristiges Wirtschaftswachstum)