Finanzmarktstabilität und Basel II

Basel II

Der sogenannte Basler Akkord war ein Regelwerk aus dem Jahr 1988, mit dem der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht Eigenmittelvorschriften für die international tätigen Banken seiner Mitgliedsstaaten (die G10) erließ. Ziel war es, die Geschäftsrisiken von Banken im Wege der Bankenaufsicht zu begrenzen und damit das Finanzsystem insgesamt zu stärken. Um an die laufenden Entwicklungen des Bankgewerbes anzuschließen, wurde 1999 mit der Überarbeitung dieser Vorschriften (daher der Name "Basel II") begonnen, die nun erstmals 2007 Gültigkeit erlangen werden.

Die Regeln des neuen Akkords, der im Juni 2004 veröffentlicht wurde, dienen der Erhöhung der Stabilität des internationalen Finanzsystems durch die risikoabhängige Eigenkapitalunterlegung bei Krediten, die ausdrückliche Berücksichtigung operationeller Risiken, die Stärkung der Rolle der Finanzmarktaufsicht sowie durch erhöhte Markttransparenz.

 

Innerhalb der Europäischen Union wurde in einem Parallelprozess ein Richtlinientext erstellt, der dieselben Ziele verfolgt und dessen Bestimmungen nach Umsetzung in die bankaufsichtliche Gesetzgebung der Mitgliedstaaten EU-weit auf Banken und Wertpapierfirmen Anwendung finden werden.